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Der Berg Pilion in Thessalien ist eine Halbinsel zwischen der ägäischen See und dem Pagasitischen Golf und erstreckt sich vom Dorf Keramidi bis zur Spitze Trikeri. Die üppige Vegetation mit dem weiten blauen Meer als Hintergrund, bilden eine mystische Landschaft, die schon in der Antike ein beliebter Aufenthaltsort war. Pilion wirkt wie eine natürliche, grüne Festung, die oberhalb der Stadt Volos eine imposante Stellung einnimmt. Über die gesamte Region gibt es eine Vielzahl von Mythen, Legenden und Geschichten. Hier fanden die „Kämpfe der Riesen“ statt und hier war auch die Sommerresidenz der Götter des Olymp. Auf Pilion lebten die mystischen „Kentauren“, unter denen der weise Lehrer Heiron der bekannteste war. Götter, Halbgötter, Könige, Prinzen und Helden, unter anderem auch Herakles, Achilles, Jason und Asklipios waren Heirons Schüler, der sie in der Kunst des Bogenschießens und der Kriegsführung, in Musik und Tugendhaftigkeit unterrichtete. Er gab auch sein Wissen über die Heilwirkung der Vielzahl an Heilkräutern, die bis in die heutige Zeit auf Pilion wachsen, an sie weiter.
Die 24 Dörfer auf Pilion kamen zur Blüte und nahmen ihre heutige Gestalt während der Türkenbesetzung an. Damals flüchteten viele Bewohner der Umgebung auf die Halbinsel Pilion vor unerträglichen Unterdrückung der Türken.
Die Dörfer auf Pilion wurden so bedeutend, dass von hier verschiedene Handelswaren ins Ausland exportiert wurden. Ganze Schiffsladungen mit Webstoffen und Schuhen begannen ihre Reise von diesen Dörfern zum Schwarzen Meer, der Ostküste des Mittelmeers, Wien und zu anderen europäischen Hauptstädten. Zum Zeitpunkt der finanziellen Blüte wurden in der Region auch viele Schulen und Bibliotheken gegründet.
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